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Scott Taylor von Bungie über „Der Anbruch“

Der Executive Producer von Das Erwachen der Eisernen Lords und Mitglied des Bungie Live-Teams lässt uns hinter die Kulissen von Destinys neuestem Event blicken.

By ActivisionDE on December 15, 2016
Level 14

1.jpgAuf der PlayStation Experience 2016 haben wir Scott Taylor von Bungie getroffen, der den Spielern einen ersten Blick auf „Der Anbruch“ präsentierte. Zwischen Sparrow-Rennen und Strikes gab er uns ein paar Insider-Informationen, die wir nun mit euch teilen wollen. „Der Anbruch“ ist jetzt live, also schaut vorbei und holt euch ein paar Geschenke im Spiel ab!

Für alle, die es nicht wissen – was ist deine Rolle bei Bungie?

Ich war der Executive Producer von Das Erwachen der Eisernen Lords und ich bin Mitglied des Bungie-Live-Teams, ich arbeite also an „Der Anbruch“.

Was macht denn das Bungie-Live-Team?

Das Live-Team ist ein besonderes Team bei Bungie, das das Spiel aktuell hält und die Events ausrichtet. Wir machen die DLCs und Erweiterungen wie Das Erwachen der Eisernen Lords. Wir haben ein Auge auf das Spiel.

Kannst du uns was über deinen Hintergrund erzählen und was dich zu Bungie geführt hat?

Klar. Ich habe beim Fernsehen gearbeitet, bevor ich zu Bungie gekommen bin.

Wo hast du studiert?

Ich habe Film an einem Liberal-Arts-College namens Evergreen State College studiert. Das ist besonders dafür bekannt, weil dort auch Matt Groening, der Erschaffer der Simpsons, Student war. Es ist eine sehr künstlerische Schule in den Wäldern, ein toller Ort. Nicht sehr teuer und es gibt jede Menge Ausrüstung. Man kann dort einfach sein eigenes Ding machen.

Danach bin ich in New York und beim Fernsehen gelandet. Ich habe für Sender wie Oxygen und BBC America gearbeitet, wo ich Werbung geschnitten und bei Reality-Shows mitgewirkt habe. Danach habe ich mich Formaten gewidmet, die die Leute wirklich interessiert haben und heiß diskutiert wurden. Es entstand so etwas wie ein innerer Dialog, um etwas Kreatives zu erschaffen, was die Leute wollten und woran sie Spaß hatten.

Ich habe also versucht, in die Zukunft zu blicken, und mich gefragt, was ich besonders liebe. Darum habe ich angefangen, mich mit Spielen zu beschäftigen. Ich bekam einen Job bei Screenlife, wo die Scene It-Spiele entstanden sind. Das waren Wissensspiele, die damals echt beliebt waren.

Die Brettspiele?

Zuerst waren es Brettspiele, ja. Aber dann ist auch ein Spiel für die Xbox 360 rausgekommen, was mir sehr beim Einstieg in die Welt der Konsolenspiele geholfen hat. Das Spiel hatte diese Controller mit den riesigen Knöpfen und ich kam genau zu der Zeit, als sie es auch für andere Konsolen rausbringen wollten.

Als die Firma dann Schwierigkeiten hatte, hatte ich das Glück, bei Bungie zu landen. Für mich war das ein guter natürlicher Aufstieg. Nach meinem Studium, der Zeit beim Fernsehen und meiner Arbeit bei Screenlife hat mir meine Erfahrung dabei geholfen, bei einem größeren Entwickler anzufangen. Ich bin echt froh darüber, wie das alles gelaufen ist.

Welche Rolle hast du bei „Der Anbruch“ gehabt?

Bei meiner Arbeit an der „Der Anbruch“ war ich vor allem im höheren konzeptuellen Bereich tätig und habe über das Team gewacht. Ich kümmere mich um all unsere Produzenten und zusammen besprechen wir unsere großen kreativen Ziele für die Veröffentlichung. Dann lassen wir sie von der Leine, damit sie ihr eigenes Ding machen können, wobei wir ihnen Feedback geben.

Tauchen wir in den Inhalt von „Der Anbruch“ ein. Die Sparrow-Rennen sind zurück. Was können die Spieler dieses Mal erwarten?

Es gibt neue tägliche Beutezüge von Amanda Holliday – das ist die Händlerin im Turm, die sich um die Schiffe und Sparrows der Spieler kümmert. Und es gibt zwei neue Strecken: eine auf dem Merkur und eine auf der Erde im Kosmodrom – die beiden Strecken vom letzten Jahr sind auch verfügbar, also vier Strecken insgesamt.

Und es gibt noch eine große Neuigkeit. Wir haben mitbekommen, dass sich die Leute gewünscht haben, jederzeit mit ihren Sparrows Rennen fahren zu können. Darum wird es nach dem Ende von „Der Anbruch“ möglich sein, die Rennstrecken in privaten Spielen zu nutzen – das ist ein Feature, das wir mit dem Start von Das Erwachen der Eisernen Lords eingeführt haben.

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Eine coole Sache. In „Der Anbruch“ wird es außerdem jede Menge neue Beute geben. Was kannst du uns darüber sagen?

Ich bin ein großer Fan unserer exotischen Waffen, die schon von Anfang an dabei sind. Wir haben uns gefragt, wie wir sie anpassen können, damit die Spieler so spielen können, wie sie es sich wünschen.

In Das Erwachen der Eisernen Lords haben wir einiges in der Hinsicht getan. Zum Beispiel haben wir die Artefakt-Slots verbessert. Die verschiedenen Schadensarten des Maschinengewehrs stellen für die Spieler eine weitere Möglichkeit dar, so zu spielen, wie sie wollen. Wenn man zum Beispiel den Donnerlord hat, aber lieber zwischen Leere- und Solar-Schaden wechseln möchte, anstatt Arkus zu verwenden. Mir gefällt alles, was in diese Richtung geht.

Es gibt auch eine neue Quest durch das Urkundenbuch, das wir in „Der Anbruch“ vorgestellt haben, die echt viel Spaß macht.

Manchmal erkennt man ein Winter-Event nur am Schnee auf dem Boden. Was hat das Team gemacht, damit das Event heraussticht?

Wir haben uns mit großer Begeisterung die Frage gestellt, wie Festtage im Turm wohl aussehen könnten. Das war unser Ausgangspunkt. So haben wir dann das Sparrow-Rennen vom letzten Jahr zurückgeholt – nur wollten wir es dieses Mal größer machen.

Wir haben uns zusammengesetzt und wollten eine Festzeit schaffen, die einzigartig für dieses Universum und seine Einwohner ist. Dadurch kamen wir auf die Idee zu „Der Anbruch“, quasi eine Kombination all der verschiedenen Völker, die in diese letzte sichere Stadt gekommen sind. Da das Ganze weit in der Zukunft spielt, haben sich die Festtage zu einer ganz neuen Tradition entwickelt.

Das wollten wir festigen, und wir hatten auch diese Wettbewerbs-Idee, darum also die Kombination der Strike-Punkte und der Sparrow-Rennen. Die harmonieren gut miteinander. Unsere große Idee war nicht nur das Sparrow-Rennen selbst, sondern dass es sich wie ein Teil der Letzten Stadt und des Turms anfühlt.

Wir bringen auch eine exotische Waffe zurück, den Eisbrecher. Allein das Wort Eisbrecher klingt schon winterlich, solche Dinge tragen zusätzlich zur passenden Atmosphäre bei.

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Strike-Punkte sind eine große neue Sache. Was kannst du uns darüber erzählen?

Zavala, die Vorhut der Titanen im Turm, bietet Beutezüge an, die die Spieler dazu ermutigen, ihren Ruf bei ihm zu verbessern. Dazu gibt es auch ein entsprechendes Ausrüstungsset.

Die Strike-Punkte selbst bauen darauf auf, was wir im April mit der Einführung der Punkte im Gefängnis der Alten begonnen haben. Jetzt arbeiten die Spieler mit ihrem Team zusammen, um Punkte zu sammeln und Medaillen zu bekommen. Wer sich mit dem Schmelztiegel auskennt, kennt sich auch mit dem Ausschalten von Hütern auf diverse Arten aus, um Medaillen zu verdienen. Hier gilt dieselbe Philosophie. Man sammelt Team-Punkte durch die Verknüpfung von Kills und verdient zusammen Medaillen.

Es dreht sich im Endeffekt alles darum, mit seinem Team zusammenzuarbeiten, um die Beutezüge abzuschließen, seinen Ruf zu steigern und an coole Ausrüstung zu kommen. Die Ausrüstung setzt außerdem auf Chroma, das im April eingeführt wurde. Die Spieler können also verschiedene Farben haben, was die Anpassungsmöglichkeiten erhöht. Wir wollen, dass all diese Faktoren gut harmonieren.

Spiegeln die Team-Punkte auch die individuellen Punkte wider?

Ja. Man kann seine eigenen Punkte sehen, aber das Hauptziel ist es, das Team zu unterstützen und mit ihm zusammenzuarbeiten.

Aber das bedeutet auch, dass man das schwächste Glied identifizieren kann?

[lacht] Vielleicht haben die einfach nur andere Spieler unterstützt? Es gibt eine Menge Möglichkeiten, um Punkte zu bestimmen.

Durch die „Geschenke des Turms“ können die Spieler während des Anbruchs jeden Tag ein Geschenk bekommen. Was für Geschenke können wir erwarten?

Es gibt jede Menge Materialien und Dinge, die helfen, eure Erfahrung zu verbessern. Es gibt auch ein paar größere Geschenke, die ihr öffnen könnt, wenn ihr Aufgaben im Urkundenbuch abschließt. Zusätzlich zu den Belohnungen aus dem Urkundenbuch könnt ihr auch die Fähigkeit erhalten, die ganz großen Geschenke zu öffnen, die sich hinter dem Beutezug-Händler befinden. Wenn ihr das tut, könnt ihr die Quest bekommen, um loszuziehen und eine exotische Waffe zu ergattern.

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Was kannst du uns über die neuen Quests sagen?

Die interessanteste und actionreichste – ich glaube, die wird den Spielern echt gefallen – ist die, in der man sich aufmacht, die neuen schweren Maschinengewehre mit unterschiedlichem Elementarschaden zu bekommen. Die wird sicherlich alle umhauen.

Wir lieben Quests, um exotische Waffen zu bekommen. Diese Waffen sind sehr begehrt und es ist toll, wenn die Leute einen klaren Weg haben, um sie zu kriegen. Dieser Weg macht so viel Spaß. Das ist glaube ich das Spannendste dabei.

Es gibt auch lustige Quests, bei denen Eva Levante der Vorhut Geschenke bringen will, und dann gibt es Quests, die sich um die Sparrows und die Strikes drehen. Wir bringen drei Strikes zurück, und sagen wir mal so: Wer Das Erwachen der Eisernen Lords und die Quest zum erneuerten Sepiks-Strike kennt, hat schon eine Ahnung davon, was ihn hier erwartet.

Ornamente passen ja hervorragend zu einem Winter-Event. Was kannst du uns über sie erzählen?

Da gibt es den Dorn, der in Das Erwachen der Eisernen Lords zurückgekommen ist und jetzt ziemlich coole Ornamente besitzt. Genau wie der Eisbrecher. Unter anderem haben wir mitbekommen, dass sich die Leute mehr direkte Auswahlmöglichkeiten bei Ornamenten gewünscht haben. Darum haben wir den Kiosk im Turm hinzugefügt, wo man sich genau das Ornament aussuchen kann, das man haben möchte, um seine geliebten exotischen Waffen zu verbessern.

Solche Events erfordern tonnenweise Planung. Wie fühlt es sich an, wenn so ein Event zu Ende geht?

Wir versuchen, die Zeit, in der ein Event läuft, so gut es geht auszukosten. Ich glaube, eine interessante Sache ist die Tatsache, dass man Fortschritte im Urkundenbuch machen kann, nachdem das Event vorbei ist. Man kann nach dem Event Sparrow-Rennen fahren, und auch die Strike-Punkte bleiben. Der Turm wird anders aussehen, aber man hat nach wie vor Zugang zu den neuen Waffen. Wir werden dieses Mal eine Menge neuer Sachen in Destiny präsentieren und viel Spaß damit haben, danach wird im Turm saubergemacht und die Bots räumen den Schnee weg. Aber viele der neuen Elemente werden bleiben.

Wir danken dir für deine Zeit, Scott.

Ich habe zu danken.

„Der Anbruch“ findet genau jetzt in Destiny: Das Erwachen der Eisernen Lords statt, also schließt euch mit euren verbündeten Hütern zusammen und begebt euch auf eure Quests, um Geschenke abzustauben!

Mehr Informationen zu Destiny gibt es unter DestinyTheGame.com/de und @DestinyTheGame@Bungie und @activision auf Twitter.

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